„Kranewitten und Bibernell, dann stirbst nicht so schnell!“
Geschrieben am 19. April 2016 von Evelin Gander
„Kranewitten und Bibernell, dann stirbst nicht so schnell!“

Endlich ist der Frühling wirklich da! Damit die dazugehörende Müdigkeit erst gar nicht aufkommt, brauchen wir uns nur der Natur um uns herum zu bedienen. Beim Kräutervortrag von Gertrude Messner in Prägraten habe ich für euch ein paar Tipps ergattert, damit auch ihr voll durchstarten könnt.

Dank Löwenzahn und Brennnessel werden Schadstoffe einfach weggeschwemmt! Vom Löwenzahn kommt am besten die gesamte Pflanze mit Wurzel, Stengel, Blättern und Blüten als Salat auf den Tisch.  Oder man kaut immer wieder ein wenig vom Stengel, zwei Zentimeter reichen, um eine positive Wirkung für Leber und Galle zu erzielen.

Auch die Brennnessel steckt voller Mineralstoffe. Die wenigsten mögen leider Brennnesselsuppe, –knödel oder –tee. Aber getrocknet und fein gerebelt eignet sich das Kraut hervorragend für alle Speisen als natürliches Nahrungsergänzungsmittel.

Ein uraltes Heilmittel ist auch das Auspeitschen verspannter oder entzündeter Stellen am Rücken oder an den Gelenken mit frischen Brennnesseln. Das bringt den natürlichen Heilungsprozess in Schwung und ist auch ein ausgezeichnetes Mittel gegen Rheuma und Gicht. „Selbiges an den Genitalen des Mannes angewandt, verhilft die Brennnessel, wahrscheinlich aber erst ein paar Tage darauf,  zu feurigerem Liebesleben“. Der Samen des Krautes trägt allgemein zur Kräftigung bei und gilt somit auch als luststeigernd. Einfach einmal ausprobieren!

Während eines Frühlingsspaziergangs darf gerne genascht werden. Eschen-, Birken- und schwarze Johannesbeerknospen und deren junge Blätter haben geballte Vitalität in sich! Unsere Esche ist das Pendant zur indischen Brahmipflanze: hervorragend für Gedächtnis, für Leber und Galle.

Viele der sogenannten Unkräuter im Garten sollten über den Magen- und Darmtrakt entsorgt werden. Die Vogelmiere hat einen angenehmen Geschmack der an rohe Maiskolben erinnert und steckt voller Vitamine. Der Giersch oder auch Erdholler genannt treibt manchen Gärtner wegen seiner unterirdischen Kriechtriebe in den Wahnsinn – nicht wissend, dass es sich dabei um eine köstlich schmeckende Heilpflanze handelt. Als Gemüse, Tee oder Petersilienersatz regt der Giersch die Ausscheidung von Harnsäure an und wirkt somit wunderbar gegen Rheuma und Gicht.

„Grüne Getränke“ sind die perfekten Muntermacher! Einfach einige grüne Blätter von der selben Pflanzenart mit einem Viertelliter Wasser mixen, abseihen und langsam trinken. Petersilien-, Giersch-, Brennessel-, Radieschen- oder Himbeerblätter. Es spielt keine Rolle, von welcher Pflanze die Blätter stammen, Hauptsache sie sind grün! Das darin enthaltene Chlorophyl sorgt für gesundes, reines Blut und somit für pure Lebenskraft!

Das waren nur einige wenige Tipps die Gertrude auf Lager hat.

Ab 30. April ist das Vitalpinum wieder täglich geöffnet. Dort könnt ihr im Wohlfühl- und Erlebnisgarten mehr zum Thema Kräuter erfahren und obendrein von deren Düften betören lassen.

 

 

Evelin Gander
Willkommen auf meinem Cityguide-Blog, den ich gemeinsam mit dem Team von dolomitenstadt.at gestalte. Ich bin Bergbäuerin und geprüfte Fremdenführerin, vor allem aber seit Jahren in Osttirol und die Dolomitenstadt verliebt.